Satzung der königlich priviligierten Schützengesellschaft Sonthofen 1500

§1 - Name und Zweck

  1. Die Gesellschaft führt den Namen „königlich privilegierte Schützengesellschaft Sonthofen 1500“ und hat ihren Sitz in 87527 Sonthofen.
  2. Die Gesellschaft besitzt Rechtspersönlichkeit aufgrund der „Allgemeinen Schützenordnung“ für das Königreich Bayern vom 25. August 1868 (Reg.Bl.Sp. 1729) und erkennt die „Allgemeine Schützenordnung“ an.
  3. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des Sports. Sie wahrt die Tradition des Schützenwesens. Sie pflegt den Schießsport mit zugelassenen Sportwaffen und Sportgeräten, wie Bögen, als Leibesübung und erzieht ihre jugendlichen Mitglieder sportlich und gesellschaftlich.
  4. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungs-gemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft.

§2 - Mitgliedschaft

  1. Mitglied kann nur sein, wer unbescholten ist.
  2. Mitglied kann jede natürliche Person werden.
  3. Zum Ehrenmitglied kann ernannt werden, wer sich um die Gesellschaft, um den Schießsport oder um die Tradition des Schützenwesens besonders verdient gemacht hat. In heraus-ragenden Fällen können Schützenmeister, deren Amtszeit beendet ist, zu Ehrenschützen-meistern ernannt werden.
  4. Ehrenmitglieder und Ehrenschützenmeister werden auf Vorschlag des Schützenmeisteramtes von der Generalversammlung ernannt. Ihnen kann die Möglichkeit eingeräumt werden, dem Gesellschaftsausschuss beratend zur Seite zu stehen. Ehrenschützenmeister sind wie Ehrenmitglieder vom Vereinsbeitrag befreit.

§3 - Aufnahme von Mitgliedern

  1. Gesuche um Aufnahme als Mitglied sind schriftlich an das Schützenmeisteramt zu richten.
  2. Über Aufnahmegesuche entscheiden das Schützenmeisteramt und der Gesellschafts-ausschuss gemeinsam. Zu der Sitzung müssen alle Mitglieder des Schützenmeisteramtes und des Gesellschaftsausschusses unter Angabe der Tagesordnung geladen werden. Ein Beschluss kann nur gefasst werden, wenn mindestens ein Schützenmeister und ein weiteres Mitglied des Schützenmeisteramtes und mehr als die Hälfte der Mitglieder des Gesellschafts-ausschusses anwesend sind. Das Aufnahmegesuch ist angenommen, wenn sich die Mehrheit der Anwesenden dafür ausspricht.
  3. Besteht kein Gesellschaftsausschuss, so entscheidet die Generalversammlung über das Aufnahmegesuch.
  4. Ein zurückgewiesenes Aufnahmegesuch kann vor Ablauf eines Jahres nicht erneuert werden.

§4 - Datenschutz

  1. Mit dem Beitritt erklärt sich das Mitglied einverstanden, dass die im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft benötigten personenbezogenen Daten unter Berücksichtigung der Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes für die Gesellschaft erhoben und in einem DV-gestützten Verfahren verarbeitet und genutzt werden. Dabei handelt es sich um folgende Angaben: Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift, Telefon, E-Mail-Adresse Erstverein, Bankverbindung (freiwillig). Zusätzliche Daten, die im Zusammenhang mit sportlichen Aktivitäten, einem eventuellen Ehrenamt oder sonstigen Vereinsaktivitäten zur Erfüllung der Vereinszwecke anfallen bzw. erforderlich sind. Ohne dieses Einverständnis kann eine Mitgliedschaft zur Gesellschaft nicht begründet werden. Die überlassenen personenbezogenen Daten dürfen ausschließlich für Gesellschaftszwecke verwendet werden. Hierzu zählen insbesondere die Mitgliederverwaltung, die Durchführung des Sport- und Spielbetriebs, die Veröffentlichung in der Vereinszeitung sowie interne Aushänge am „Schwarzen Brett“. Eine anderweitige Verarbeitung oder Nutzung (z.B. Übermittlung an Dritte) ist – mit Ausnahme der erforderlichen Mitgliedermeldung an den Bayerischen Sportschützenbund e.V. und der Meldung zur Erlangung von Startberechtigungen bei Meisterschaften, Rundenwettkämpfen und sonstigen schießsportlichen Veranstaltungen – nicht zulässig.

§5 - Erlöschen / Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Austritt, Ausschluss oder Tod.
  2. Die Mitglieder können jederzeit, spätestens jedoch mit einmonatiger Kündigungsfrist zum 31. Dezember, durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Schützenmeisteramt aus der Gesellschaft austreten. Ein Mitglied, das nicht zum Schluss eines Jahres austritt, hat die Beiträge und die sonstigen Leistungen für das laufende Jahr zu entrichten. Für das laufende Jahr geleistete Beiträge werden nicht zurückgewährt.
  3. Ein Mitglied kann nur aus wichtigem Grund ausgeschlossen werden. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn ein Mitglied
    • wiederholt oder in schwerwiegender Weise gegen die Satzung oder sonst gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat, ein grobes unsportliches Verhalten offenbart und sich hieraus Nachteile für andere Mitglieder ergeben und die Fortsetzung des mitgliedschaftlichen Verhältnisses dem Verein nicht zugemutet werden kann.
    • wegen eines Verbrechens oder wegen eines Vergehens des Diebstahls, des Betruges, der Hehlerei, der Unterschlagung oder der Urkundenfälschung rechtskräftig verurteilt wird.
    • zu einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wegen eines sonstigen vorsätzlichen Vergehens rechtskräftig verurteilt wurde.
    • bei der Aufnahme nicht unbescholten war.
  4. Über den Ausschluss entscheidet das Schützenmeisteramt zusammen mit dem Gesellschafts-ausschuss mit der Mehrheit der Stimmen der Anwesenden. Der Beschluss ist dem betroffenen Mitglied schriftlich bekannt zu machen. Gegen diesen Beschluss kann binnen eines Monats nach seiner Eröffnung schriftlich Beschwerde beim 1. Schützenmeister eingelegt werden. In diesem Fall entscheidet über die Angelegenheit die Generalversammlung.
  5. Mit Austritt oder Ausschluss enden alle aus dem Mitgliedschaftsverhältnis sich ergebenden Rechte gegenüber dem Verein. Die Beitragspflicht und andere Verpflichtungen aufgrund der Mitgliedschaft bleiben bis zum Ende des Kalenderjahres bestehen, in dem der Austritt oder Ausschluss wirksam wird.

§6 - Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitglieder haben das Recht, an den Veranstaltungen der Gesellschaft teilzunehmen und deren Einrichtungen nach den dafür erlassenen Bestimmungen zu benutzen.
  2. Alle Mitglieder sind verpflichtet,
    • die Ziele und Aufgaben der Gesellschaft zu fördern,
    • sich jederzeit dem Ansehen der Gesellschaft entsprechend zu verhalten,
    • die Satzung, die sportlichen Regeln und die Anordnungen der Generalversammlung und des Schützenmeisteramtes zu befolgen,
    • die ihnen von der Generalversammlung oder dem Schützenmeisteramt übertragenen Ämter und Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen,
    • den Jahresbeitrag und sonstige von der Generalversammlung beschlossene Beiträge pünktlich zu bezahlen.
  3. Die Gesellschaft kann sich zur Regelung der internen Abläufe Vereinsordnungen geben. Die Vereinsordnungen sind nicht Bestandteil der Satzung. Für den Erlass, die Änderung und Aufhebung von Vereinsordnungen ist das Schützenmeisteramt zusammen mit dem Gesellschaftsausschuss zuständig.

§7 - Gesellschaftsdisziplin

  1. Der 1. Schützenmeister übt die Ordnungsgewalt in der Gesellschaft aus.
  2. Verstöße gegen die Gesellschaftsdisziplin, die sportlichen Regeln, die Satzung und die Pflichten der Mitglieder können geahndet werden durch
    • Geldbußen bis zum Betrag von 50,-- €,
    • Ausschluss von der Teilnahme an den Gesellschaftsveranstaltungen und sportlichen Wettbewerben,
    • Befristeten oder dauernden Ausschluss aus der Gesellschaft.
  3. Eine Geldbuße kann allein oder neben dem Ausschluss von den Gesellschaftsver-anstaltungen oder dem befristeten Ausschluss aus der Gesellschaft verhängt werden. Geldbußen fallen in die Gesellschaftskasse. Ein Mitglied, das mit der Bezahlung einer Geldbuße im Rückstand ist, ist bis zu deren Begleichung von der Teilnahme an den Gesellschaftsveranstaltungen und sportlichen Wettbewerben ausgeschlossen.
  4. Ein Verstoß kann erst geahndet werden, wenn die Sache durch den 1. Schützenmeister oder in seinem Auftrag durch den 2. Schützenmeister oder ein anderes Gesellschaftsmitglied untersucht worden ist.
  5. Über die Ahndung von Verstößen entscheidet das Schützenmeisteramt zusammen mit dem Gesellschaftsausschuss mit der Mehrheit der Stimmen der Anwesenden. Ein Beschluss kann nur gefasst werden, wenn alle Mitglieder des Schützenmeisteramtes und des Gesellschafts-ausschusses unter Angabe der Tagesordnung geladen worden und mindestens ein Schützen-meister, ein weiteres Mitglied des Schützenmeisteramtes und mehr als die Hälfte der Mitglieder des Gesellschaftsausschusses anwesend sind. Vorher ist der Betroffene zu hören oder ihm sonst Gelegenheit zu geben zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Besteht bei der Gesellschaft kein Gesellschaftsausschuss, so entscheidet das Schützenmeisteramt allein. Ein betroffenes Mitglied darf bei der Beschlussfassung nicht anwesend sein. Für die Ahndung muss eine schriftliche Begründung nach der Beschlussfassung an das Mitglied erfolgen.
  6. Das betroffene Mitglied kann innerhalb eines Monats, nachdem ihm der Beschluss bekanntgegeben worden ist, schriftlich unter Angabe von Gründen Beschwerde an das Schützenmeisteramt einlegen. Über die Beschwerde entscheidet die Generalversammlung. Die Einlegung der Beschwerde bewirkt, dass der Beschluss noch nicht wirksam wird.
  7. Das Schützenmeisteramt kann den Betroffenen von der Gesellschaftsveranstaltungen und von sportlichen Wettbewerben ausschließen, bis über die Beschwerde entschieden ist. Legt der Betroffene hiergegen Beschwerde ein, so muss das Schützenmeisteramt innerhalb eines Monats nach Eingang der Beschwerde eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, die über die Beschwerde entscheidet. Die entscheidet in diesem Fall auch über die Beschwerde nach Absatz 6.

$8 - Gesellschaftsorgane

  1. Gesellschaftsorgane sind das Schützenmeisteramt, der Gesellschaftsausschuss und die Generalversammlung.

§9 - Das Schützenmeisteramt

  1. Das Schützenmeisteramt besteht aus dem 1. Schützenmeister, dem 2. Schützenmeister, dem Schriftführer, dem Schatzmeister und den Sportleitern (max. 3). Sie müssen Mitglieder der Gesellschaft und volljährig sein.
  2. Das Schützenmeisteramt leitet die Gesellschaft. Der 1. Schützenmeister führt den Vorsitz im Schützenmeisteramt und vertritt die Gesellschaft nach außen; er ist Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Er wird, wenn er verhindert ist, durch den 2. Schützenmeister vertreten.
  3. Das Schützenmeisteramt ist beschlussfähig, wenn vier seiner Mitglieder anwesend sind. Es entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Über die Sitzungen des Schützenmeisteramtes ist jeweils eine Niederschrift zu fertigen, die auf Anfrage von jedem Mitglied eingesehen werden darf.
  4. Die Mitglieder des Schützenmeisteramtes werden von der Generalversammlung in geheimer Wahl auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Ihre Amtszeit ist so zu bestimmen, dass in einem Jahr drei und im darauffolgenden Jahr die restlichen Mitglieder zu wählen sind. Wiederwahl ist zulässig.
  5. Die Wahl in das Schützenmeisteramt kann sofort abgelehnt werden. Ein Mitglied des Schützenmeisteramtes kann sein Amt vor Ablauf seiner Amtszeit aus wichtigem Grund niederlegen.
  6. Die Generalversammlung kann ein Mitglied des Schützenmeisteramtes aus wichtigem Grund seines Amtes entheben, An der Generalversammlung müssen mindestens zwei Drittel aller Mitglieder teilnehmen. Die Amtsenthebung muss als Tagesordnungspunkt in der Einladung zu der Generalversammlung angegeben werden. Der Beschluss muss mit einer Mehrheit von drei Viertel der Anwesenden gefasst werden.
  7. Endet das Amt eines Mitgliedes des Schützenmeisteramtes vor Ablauf seiner Amtszeit, so ist für den Rest seiner Amtszeit ein neues Mitglied in das Schützenmeisteramt zu wählen.
  8. Die Mitglieder des Schützenmeisteramtes über ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Aufwendungen dürfen ersetzt werden.

§10 - Gesellschaftsausschuss

  1. Der Gesellschaftsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern. Hat die Gesellschaft mehr als 50 Mitglieder, so erhöht sich die Zahl auf acht, hat sie mehr als 100 Mitglieder so erhöht sich die Zahl auf zehn. Maßgebend ist der Mitgliederstand der Gesellschaft am Tag der Wahl des Gesellschaftsausschusses. Von der Bestellung eines Gesellschafts-ausschusses kann abgesehen werden, wenn die Gesellschaft weniger als 21 Mitglieder hat.
  2. Der Gesellschaftsausschuss sollte nach Möglichkeit durch Mitglieder aller Waffen- und Sportgattungen paritätisch besetzt werden.
  3. Die Generalversammlung wählt die Mitglieder des Gesellschaftsausschusses und eine entsprechende Zahl von Ersatzleuten für die Dauer von vier Jahren. Ihre Amtszeit ist so zu bestimmen, dass in einem Jahr drei und im zweiten darauffolgenden Jahr drei Mitglieder zu wählen sind. Hat der Gesellschaftsausschuss mehr als sechs Mitglieder, so erhöht sich die Zahl der jeweils zu wählenden Mitglieder entsprechend. Wählbar sind alle Mitglieder. Wiederwahl ist zulässig.
  4. Der Gesellschaftsausschuss, dessen Versammlungen nur auf Einladung und unter dem Vorsitz des 1. Schützenmeisters oder des 2. Schützenmeisters stattfinden können, hat über alle Gegenstände zu beraten, die ihm das Schützenmeisteramt vorlegt oder durch den Gesellschaftsausschuss eingebracht werden.
  5. Das Schützenmeisteramt ist unbeschadet der §§ 3 Abs. 2, 6 Abs. 5 und 12 Abs. 4 in folgenden Angelegenheiten an die Zustimmung des Gesellschaftsausschusses gebunden:
    • Abschluss von Verträgen für die Gesellschaft,
    • Aufstellung des Haushaltsplans und Prüfung der Jahresrechnung.
    • Erlass allgemeiner Bestimmungen über die Benutzung der Gesellschaftseinrichtungen.
  6. Der Gesellschaftsausschuss ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder geladen und mehr als die Hälfte seiner Mitglieder und ein Schützenmeister anwesend sind. Der Gesellschaftsausschuss beschließt mit der Mehrheit der Stimmen der Anwesenden. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
  7. § 3 Abs. 2 und § 7 Abs. 5 bleiben unberührt.
  8. Über die Sitzungen des Gesellschaftsausschusses ist jeweils eine Niederschrift zu fertigen, die vom 1. Schützenmeister und vom Schriftführer zu unterschreiben ist und auf Anfrage von jedem Mitglied eingesehen werden darf.

§11 - Die Generalversammlung

  1. Die Generalversammlung ist die Versammlung aller Mitglieder der Gesellschaft.
  2. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der 1. Schützenmeister.
  3. Die Generalversammlung beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wenn die Satzung nichts anderes bestimmt.
  4. Über die Sitzungen der Generalversammlung ist eine Niederschrift zu führen, die vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterschreiben ist und auf Anfrage von jedem Mitglied eingesehen werden darf.
  5. Die Generalversammlung beschließt über alle Angelegenheiten, die das Schützenmeisteramt ihr vorlegt oder deren Behandlung ein Mitglied schriftlich beantragt. Der Antrag muss dem Schützenmeisteramt spätestens eine Woche vor dem Zusammentritt der Generalversammlung zugehen. Spätere Anträge sind in der Generalversammlung zu behandeln, wenn ein Viertel der Anwesenden dies verlangt.
  6. Ein Beschluss der Generalversammlung ist stets erforderlich für
    • eine Änderung der Satzung (§ 14),
    • die Wahl des Schützenmeisteramtes, des Gesellschaftsausschusses und der Rechnungsprüfer,
    • die Entlastung der Mitglieder des Schützenmeisteramtes und des Gesellschaftsausschusses,
    • die Amtsenthebung eines Mitgliedes des Schützenmeisteramtes,
    • die Ernennung von Ehrenmitgliedern,
    • die Feststellung und Änderung des Haushaltsplanes,
    • die Festsetzung des Beitrages und sonstiger Leistungen an die Gesellschaft,
    • die Entscheidung über Beschwerden gegen die Ahndung von Verstößen (§7 Abs.6 und Abs. 7)
    • die Veräußerung, die Verpachtung und Belastung des Gesellschaftsvermögens,
    • die Auflösung der Gesellschaft.
  7. Das Schützenmeisteramt hat im ersten Halbjahr eine Generalversammlung einzuberufen.
  8. Das Schützenmeisteramt hat eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen, wenn es im Interesse der Gesellschaft notwendig ist. Eine außerordentliche Generalversammlung muss ferner einberufen werden, wenn
    • ein Drittel der Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe der Tagesordnung verlangt,
    • ein Mitglied gegen den Ausschluss von den Gesellschaftsveranstaltungen Beschwerde einlegt. (§ 7 Abs. 7).
  9. Zu jeder Generalversammlung ist mit einer Frist von mindestens zwei Wochen unter Bekanntgabe der Tagesordnung per Brief oder auf elektronischem Wege (z.B. E-Mail) einzuladen.

§12 - Verwaltung des Gesellschaftsvermögens

  1. Das Schützenmeisteramt verwaltet das Gesellschaftsvermögen.
  2. Das Schützenmeisteramt stellt für jedes Jahr einen Haushaltsplan auf, der die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben festlegt. Der Haushaltsplan ist vierzehn Tage lang zur Einsicht der Mitglieder auszulegen. Er bedarf der Genehmigung des Gesellschaftsausschusses. Die Generalversammlung beschließt den Haushaltsplan. Ebenso ist zu verfahren, wenn der Haushaltsplan geändert werden soll.
  3. Der Schatzmeister führt die Kassengeschäfte nach dem Haushaltsplan und den Richtlinien und Anordnungen der Generalversammlung und des Schützenmeisteramtes.
  4. Ausgaben dürfen nur gemacht werden, wenn sie im Haushaltsplan vorgesehen und vom 1. Schützenmeister angeordnet sind. Solange der Haushaltsplan nicht genehmigt ist, können die laufenden Aufwendungen im Rahmen des letzten Haushaltsplanes bestritten werden. Unabwendbare Ausgaben kann das Schützenmeisteramt mit Zustimmung des Gesellschaftsausschusses anordnen. Abs. 2 Satz 5 bleibt unberührt.
  5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  6. Der Schatzmeister hat über alle Einnahmen und Ausgaben Buch zu führen und sie mit Belegen nachzuweisen. Er hat ferner Aufschreibungen über das Vermögen der Gesellschaft zu führen und die Unterlagen zu verwahren, die der Kassenführung und der Verwaltung des Gesellschaftsvermögens dienen.
  7. Nach Ablauf des Geschäftsjahres stellt der Schatzmeister unverzüglich die Jahresrechnung auf und legt sie dem Schützenmeisteramt vor. Die vom Schützenmeisteramt und dem Gesellschaftsausschusses genehmigte Jahresabrechnung ist zwei von der Generalversammlung auf drei Jahre gewählten Rechnungsprüfern zu übergeben. Die Rechnungsprüfer berichten der Generalversammlung über das Ergebnis der Prüfung. Die Generalversammlung beschließt die Entlastung des Schützenmeisteramtes und des Gesellschaftsausschusses.
  8. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§13 - Auflösung der Gesellschaft

  1. Die Gesellschaft erlischt, wenn die Zahl ihrer Mitglieder unter fünf herabsinkt.
  2. Die Gesellschaft kann durch Beschluss der Generalversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln aller Mitglieder aufgelöst werden.
  3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Bayerischen Sportschützenbund e.V. Gau Oberallgäu, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

§14 - Satzungsänderung

  1. Die Satzung kann durch Beschluss der Generalversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln der Erschienenen geändert werden.
  2. Das Schützenmeisteramt hat Satzungsänderungen unverzüglich der Regierung von Schwaben zur Genehmigung vorzulegen.

§15 - Schlussbestimmungen

  1. Die Satzung tritt mit Genehmigung durch die Regierung von Schwaben in Kraft.
  2. Mit dem Inkrafttreten dieser Satzung werden alle früheren Satzungen, soweit sie noch gelten, aufgehoben.


Sonthofen, 04.02.2015